Beratungshilfe

Sollten Sie finanziell nicht dazu in der Lage sein, die außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten zu tragen und sollte Ihnen keine Rechtsschutzversicherung zur Verfügung stehen, haben Sie die Möglichkeit, Beratungshilfe zu beantragen.

Hierzu müssen Sie lediglich den amtlichen Vordruck für Beratungshilfe vollständig ausgefüllt, unterschrieben sowie mit den notwendigen Belegen versehen bei dem für Sie örtlich zuständigen Amtsgericht einreichen. Das Gericht entscheidet dann darüber, ob Ihnen ein Berechtigungsschein zu erteilen ist. Das Beratungshilfeformular können Sie auch auf unserer Homepage unter der Rubrik „Dokumentendownloads“ herunterladen.

Bitte bringen Sie den Berechtigungsschein nach Möglichkeit bereits zu dem 1. Besprechungstermin mit.

Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, nachträglich Beratungshilfe über uns zu beantragen. Ein nachträglicher Antrag auf Beratungshilfe kann gem. § 6 Abs. 2 Beratungshilfegesetz jedoch nur binnen 4 Wochen nach Beginn der Beratungshilfetätigkeit gestellt werden. Danach kann Ihnen Beratungshilfe nicht mehr gewährt werden. In diesem Fall wären die gesetzlichen Anwaltsgebühren von Ihnen selbst zu tragen.

Deshalb empfehlen wir Ihnen, bereits zur Erstbesprechung den Berechtigungsschein mitzubringen bzw. uns das ausgefüllte Beratungshilfeformular binnen zwei Wochen nach der Erstberatung zurückzureichen.

Folgende anwaltliche Tätigkeiten sind durch die gerichtliche Beratungshilfe gedeckt:
1. die anwaltliche Beratung,
2. die außergerichtliche Korrespondenz des Anwalts,
3. ggf. auch die Einigung mit der Gegenseite.

Die Anwaltsgebühren werden jedoch nicht übernommen, wenn die Inanspruchnahme der Beratungshilfe mutwillig ist oder die Vertretung durch einen Anwalt nicht erforderlich ist.

Bei der Inanspruchnahme von Beratungshilfe tragen Sie lediglich eine Selbstbeteiligung in Höhe von 15,00 EUR.

Das Gericht kann Sie auffordern, Ihre tatsächlichen Angaben zur Erlangung der Beratungshilfe durch eine Versicherung an Eides Statt glaubhaft zu machen. Zudem hat das Gericht die Möglichkeit, eigene Erhebungen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen einzuholen.

Durch die Reform des Beratungshilfegesetzes vom 31.08.2013 kann die Beratungshilfe nunmehr binnen eines Jahres nach Gewährung der Beratung durch das Gericht aufgehoben werden. In diesem Fall ist der beratende Anwalt berechtigt, die gesetzliche Vergütung zu verlangen oder für den Fall der Aufhebung der Beratungshilfe eine Honorarvereinbarung zu treffen.

Sollten Sie Fragen bezüglich der Antragstellung haben, wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiter.